Zahnriemen aus Neopren – Bewährte Antriebstechnik aus Kautschuk
Zahnriemen aus Neopren (Polychloropren) bilden das Rückgrat vieler industrieller Antriebslösungen. Als Werkstoff bietet dieser synthetische Kautschuk eine hohe Flexibilität und Widerstandsfähigkeit, die für eine zuverlässige Kraftübertragung essenziell ist. Die formschlüssige Verbindung zwischen Riemen und Scheibe garantiert einen synchronen, schlupffreien Lauf, der in vielen mechanischen Anwendungen unabdingbar ist.
Materialaufbau und Eigenschaften:
Neopren-Zahnriemen bestehen im Kern aus einer Gummimischung, die durch hochfeste Zugstränge – häufig aus Glasfaser – stabilisiert wird. Um den Verschleiß an den Zahnflanken zu minimieren, sind diese in der Regel mit einem speziellen Schutzgewebe überzogen. Je nach Hersteller und Spezifikation variiert die exakte Zusammensetzung, um den unterschiedlichen Anforderungen an Temperaturbereiche und mechanische Belastungen gerecht zu werden.
Profilfamilien im Neopren-Bereich:
Zahnriemen auf Kautschukbasis finden sich vorwiegend in zwei großen Profilgruppen:
- Klassische Zoll-Profile (ISO 5296): Diese Riemen sind der internationale Standard für eine Vielzahl von Industrieanwendungen. Die Abstufungen reichen von den sehr feinen MXL und XL Profilen über die Allrounder L und H bis hin zu den schweren Lastprofilen XH und XXH.
- Kurvenförmige Hochleistungsprofile: Hierzu zählen Profile wie HTD (High Torque Drive) oder STD (Super Torque Drive). Ihre abgerundete Zahnform wurde entwickelt, um eine verbesserte Kraftverteilung und eine optimierte Geräuschentwicklung im Vergleich zu trapezförmigen Zähnen zu erreichen.
Durch die Kombination aus elastischem Grundmaterial und präziser Verzahnung bieten Neopren-Zahnriemen eine wartungsarme und langlebige Lösung für den modernen Maschinen- und Anlagenbau.